Der Lotuseffekt – Die Gewächshaus-Entdeckung

Lotuseffekt

Von der Natur – Mein Ausflug ins Gewächshaus (Botanischer Garten)

Wir haben noch so viel von der Natur zu lernen, auch das sollte uns ein Grund sein sie zu schützen.

 

Wer kennt ihn nicht, den in einem Botanischen-Gewächshaus entdeckten

Lotuseffekt

 

Der Wissenschaftler Wilhelm Barthlott entdeckte diesen Effekt. Eigentlich wollte er anhand der Oberflächenstrukturen von Blättern deren Verwandtschaft miteinander feststellen. Dabei stieß er auf etwas faszinierendes.  Die Wissenschaft hätte bis dahin nie an die gleich genannte Erkenntnis gedacht und es klingt erstmal auch unlogisch!

Längst hat es den Weg in unsere Haushalte gefunden und  ist eine der genialsten Entdeckungen überhaupt.

 

DER LOTUSEFFEKT

Bis zu Barthlotts Entdeckung nahm die Wissenschaft an, dass eine glatte Oberfläche schmutzabweisender ist als eine raue. Doch tatsächlich ist das nur bedingt so!

 

Klar lässt sich ein Autositz mit Stoffsitzen schlechter von Schokolade befreien, als eine glatte Holz-Tischplatte. Aber der Denkfehler liegt im mikroskopisch kleinem Detail.

 

Beim Reinigen der Pflanzen in dem botanischen Gewächshaus stellte er fest, dass es Pflanzen gab an denen der Dreck nur so abperlte.

Selbst Farbstoffe, die wir wochenlang nicht von unseren Händen bekommen würden, schafften es nicht an den Blättern kleben zu bleiben. Bei genauerem Betrachten der Oberflächenstruktur erkannte er, dass nur wenige Millionstel Millimeter Unebenheiten dafür sorgen, dass Wasser und Schmutz auf den Blättern einfach ablaufen.

Damit widersprach seine Erkenntnis dem bisherigen Dogma:

„Je glatter eine Oberfläche, desto leichter ist sie zu reinigen.“

 

Wieder ein großartiges Beispiel zum Thema Selbstreinigung, welches ich bereits in meinem Artikel über die Pflanze Wunder-Segge angesprochen hatte.

Durch diese Technik (Bionik) ist selbst der rote Farbstoff Sudan3 (mit dem Geldscheine markiert werden) einfach rückstandlos entfernbar.

Wie kann das sein?

Unter dem Rastermikroskop kann man derartige Gewächshaus-Pflanzen bis ins kleinste Detail erforschen. Das Interessante dabei ist, dass es, wie eben angedeutet, winzigste Unebenheiten sind, die den Dreck so abweisen.

Saugnapf

 Ich stelle mir das wie ein Saugnapf vor… Wenn auf einer glatten Oberfläche Dreck klebt, so ist es wie bei einem Saugnapf. Er klebt nur, wenn die Oberfläche glatt ist und die Luft (ohne durch die nicht vorhandenen Unebenheiten) nicht entweichen kann.

 

Diese Technik lässt sich heute schon über die Nanotechnologie anwenden.

Längst gibt es Pfannen in unserer Küche, mit einer Oberflächenstruktur, die dem der Lotusblüte nachempfunden ist.

Jeder von uns weiß wie leicht diese Pfannen zu reinigen sind und wie sehr der Abwasch nun vereinfacht wird.  Übrigens ließ der Wissenschaftler seine Entdeckung patentieren und demonstrierte erfolgreich verschiedene Anwendungsmöglichkeiten in der Geschirrindustrie. Vorstellbar sind aber alle Industriezweige.

Stellt euch einmal vor, was damit möglich wäre. Scheiben die sich nur mit Wasser abspülen und säubern lassen, Toiletten die sozusagen immer rein sind, Kühlschränke und und und. Diese Technologie ist so vielseitig, da sie den Verzicht auf Reinigungschemie ermöglicht.

Kein scharfes Fensterreinigungsmittel mehr… Wasser genügt, nicht mal hinterher wischen müsste man.

Wie man in dem Video sieht, ist die Bionik etwas von denen wir Menschen noch sehr viel lernen können!

Welche Anwendungsmöglichkeiten fallen euch ein? Schreibt mir eure kreativen Ideen in die Kommentare!